Christian Eckert zur Wulff-Affäre
In einem Interview mit dem Grafinger Anzeiger äußert sich der Hohenlindener BP-Gemeinderat Christian Eckert zur “Wulff-Affäre”:
Soll der Bundespräsident zurücktreten?
Herr Wulff soll zurücktreten. Durch seine unehrliche und nötigende Haltung hat er seine Reputation verspielt. Damit kann er sich nicht mehr rehabilitieren.
Ist es nicht etwas kleinbürgerlich, wie diese Affäre aufgebauscht wurde?
Man kann es gerne kleinbürgerlich nennen, wenn man sich beim Bundespräsidenten in Deutschland eine über alles erhabene, tadellose Person vorstellt. Aber das sieht der Bürger in diesem Amt. Seine ausländischen Kollegen wie Sarcozy und Berlusconi werden hierzulande doch fast nur als Stofflieferanten für Kabarettisten und Klatschzeitungen gesehen.
Soll sich die Bundeskanzlerin einmischen?
Sie sollte sich weder für noch gegen ihn einmischen. Privat wird sie ihm sicher ihre Meinung sagen – und, wenn er zurücktritt, dies “herzlichst bedauern”.
Wird die Bayernpartei bei der Suche nach einem Nachfolger für Herrn Wulff mitwirken?
Das wird die Bayernpartei sicher nicht machen. Wichtiger wäre meinesachtens, dass der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt wird. Ich persönlich würde ad hoc Peter Gauweiler vorschlagen, weil er allgemein respektiert ist und die richtige Meinung zur EU- und Finanzkrise hat. Leider wird das in der CSU noch nicht so gesehen.
